Was muss ich tun und was kostet ein Praktikum?

Das sind die Kostenfaktoren, die auf mich zukommen, wenn ich mich für ein Auslandspraktikum entscheide:

Kostenfaktoren:

  • Reisekosten (z. B. An- und Abreise)
  • Lebenshaltungskosten im Ausland (z. B. für Unterkunft, Essen, Handy-Kosten oder Zahnpasta)
  • Gebühren für Sprachkurse (z. B. in Deutschland und vor Ort)
  • Vermittlungs- und Mitgliedsgebühren (z. B. für die Praktikumsstelle)
  • Versicherungskosten (z.B. für eine Kranken- und Unfallversicherung)
  • Medizinische Vorsorge (z. B. Impfungen)

Wichtig bei Vermittlungsgebühren – Was bekommt Ihr für das Geld in organisierten Programmen?

Solltest Du Dich dafür entscheiden, mit einer Organisation, ins Ausland zu gehen, kann es sein, dass der Programmanbieter Gebühren erhebt. Das ist in Ordnung, wenn klar ist, welche Gebühren für welche Leistungen zu Bezahlen sind. So können zum Beispiel Gebühren anfallen für:

  • Verträge die vorbereitet und geschrieben werden müssen
  • Formulare
  • interkulturelle Trainings- und Vorbereitungskurse
  • Gastfamilien im Ausland
  • Vermittlungsgebühren
  • Mitgliedsbeiträge
Die Gebühren können je nach Programmanbieter variieren. Da der GFT-Erasmus e.V. ein gemeinnütziger Verein ist, so halten sich die Gebühren im Rahmen, teilweise können Sie auch im Mitgliedsbeitrag enthalten sein. Was ist genau in den Gebühren enthalten?
  • Wird Dir ein Praktikumsplatz vermittelt?
  • Werden Dir Versicherungen empfohlen oder kannst Du Gruppenversicherungen in Anspruch nehmen?
  • Gibt es einen vorbereitenden Sprachkurs, eine Informationsveranstaltung, ein Vorbereitendes und Nachbereitungstreffen?
  • Hast Du einen Ansprechpartner im Ausland?
Häufig fallen Gebühren bei den Projektpartnern des GFT-Erasmus e.V. an. So ist der Aufenthalt in Großbritannien und Irland ein Rundum-Sorglos-Paket, das dann leider auch etwas kostet. Wenn ich mich selbst einbringe und mich um viele Dinge selber kümmere fallen kaum Gebühren an und ich bekomme eine gute finanzielle Unterstützung vom Verein. Das Sgechöne am GFT-Erasmus e.V. ist auch, dass er bei der Finanzierung hilft und den Eigenanteil auch in Raten abzahlen lässt, wenn denn ein Eigenanteil anfällt.
Tipp

Ich kann Dir nur empfehlen die Programme verschiedener Anbieter nach Kosten und Qualität zu vergleichen. Prüfe auch, ob es Rücktrittsklauseln gibt, etwa wenn Du krank wirst. Allerdings haben die Programmanbieter nicht auf alle Gebühren Einfluss wie z.B. bei Absagen in Großbritannien, dort werden Ausfallkosten fällig oder einige ausländischen Verwaltungen verlangen für die Ausstellungen eines Visums Gebühren.

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Mir hat sehr die Checkliste des GFT-Erasmus e.V. geholfen. Auch solltest Du Deinen Aufenthalt Schritt für Schritt planen.

So kannst Du Deinen Aufenthalt planen:

Schritt 1: Was kostet dein Auslandsaufenthalt?

Hast Du rechtzeitig mit der Planung begonnen? Dann fällt es Dir leichter Deine An- und Abreise zu organisieren – fährst Du mit dem Bus, Zug oder dem Flugzeug? Wirst Du in einer Gastfamilie, einer WG, einer Pension oder im Studentenwohnheim wohnen? Brauchst Du ein Visum und was kostet es? Musst Du Dich selbst verpflegen, kocht Ihr gemeinsam oder kannst Du in der Kantine essen? Du solltest Dir eine genaue Auflistung aller Kosten machen, die auf Dich zu kommen könnten. Denk daran auch zu Hause musst Du Leben und wohnen – vielleicht auch Dein Zimmer oder Wohnung weiter zahlen…

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Schritt 2: Welche finanzielle Unterstützung könnte Dir helfen?

Stipendium: Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung etwa für Azubis oder junge Berufstätige und dient meistens dazu, Aus- und Weiterbildung zu fördern. Dazu zählt unter anderem das Förderprogramms Erasmus+ der Europäischen Union (EU). Du kannst während oder direkt nach Deiner Ausbildung ins europäische Ausland und erhältst ein Stipendium. Ein Stipendium ist nicht immer gleich eine Überweisung von Geld auf dein Konto. Die finanzielle Unterstützung deckt meistens die laufenden Kosten deines Auslandsaufenthaltes ab, zum Beispiel deine Übernachtungskosten und deine Verpflegung. Manche enthalten sogar ein kleines Taschengeld. Es gibt aber auch Programme, die nicht alle Ausgaben übernehmen, sondern nur Zuschüsse für bestimmte Kosten, zum Beispiel für Deine An- und Abreise übernehmen. Egal, ob du einen Zuschuss oder ein volles Stipendium erhältst – Freizeitspaß wie Kino, Ausgehen oder Ausflüge musst Du fast immer selbst finanzieren. Arbeitslohn für dein Praktikum: Nicht immer ist aber ein Stipendium nötig: In manchen Ländern außerhalb Europas, zum Beispiel in Kanada, erhältst Du einen Praktikantenlohn, der ausreicht, um deine Lebenshaltungskosten zu decken. Er richtet sich nach dem Mindestlohn in diesen Ländern. Ausbildungsvergütung als Azubi: Wenn Du als Azubi einen Teil Deiner Ausbildung im Ausland machst, wird das als Teil Deiner Berufsausbildung anerkannt. Deshalb erhältst Du während deines Auslandsaufenthaltes weiterhin Deine Ausbildungsvergütung.

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Schritt 3: Wie kannst du dich vor ungeplanten oder zu hohen Kosten schützen?

Einige Monate vor der Abreise solltest Du alle Versicherungsfragen geklärt haben, damit Du im Ausland nicht von unnötigen Kosten überrascht wirst, zum Beispiel, wenn Du krank wirst oder einen Unfall hast. Versicherungen, die für Praktikum und Freizeit im Ausland gelten, schützen vor diesen finanziellen Risiken. Achte bei der Arbeit und in der Freizeit auf deine persönliche Sicherheit. Natürlich solltest Du auch über die Einreisebestimmungen und die Gesetze in Deinem Gastland informiert sein, um Bußgelder und Strafen zu vermeiden. Zum Beispiel ist es verboten Obst bei der Einreise in die USA oder Australien dabei zu haben. Was in Deutschland normal ist, ist z.B. in anderen Ländern verboten. In den USA darfst Du nicht auf offener Straße Alkohol trinken.

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Der GFT-Erasmus e.V. berät Dich auch in allen Schritten, i.d.R. geht er Punkt für Punkt mit Dir durch, so dass Du ohne Probleme ins Ausland reisen kannst. Auch ist er immer für Dich erreichbar, wenn Du Fragen oder Kummer hast. Mir hat er sehr geholfen…

Ich möchte mich auf diese Weise nochmal für meine tollen Erfahrungen und mein Praktikum bedanken!

Jessie

 

Die Stadt der Birken – „Umeå – Schweden“

Wir sind zwei Biologielaborantinnen, die einen Teil ihrer Ausbildung in Umeå – Schweden an der dortigen Universität machen. Heute berichten wir Euch von unserer Reise nach Umeå und die ersten Tage in Schweden.

Das Abenteuer begann bereits am Flughafen in Düsseldorf, ohne Ansage wurde unser Gate geändert. Zum Glück haben wir dies noch rechtzeitig herausgefunden.

Mit etwas Verspätung ging es dann nach Stockholm. Begleitet von einigen Turbulenzen konnten wir dann beim Anflug die Schönheit Schwedens betrachten. Unter anderem bekamen wir den Bottnischen Meerbusen zu sehen.

Unseren Aufenthalt in Stockholm verbrachten wir an dem hübsch eingerichteten Flughafen. Geld wurde gewechselt und etwas Essen zur Stärkung gekauft.

Beim zweiten Flug nach Umeå verging die Zeit sehr schnell. Nach rund einer Stunde sind wir an dem kleinen, überschaubaren Flughafen angekommen. Verlaufen konnte man sich hier nicht.

Jessie’s Betreuer wartete bereits auf uns, um uns zu unseren Unterkünften zu fahren.

Die Stadt der Birken - Birken haben hier eine besondere Bedeutung.

Die Stadt der Birken – Birken haben hier eine besondere Bedeutung.

Koffer aufgeladen ging es mit dem Auto auf kurzem Weg durch die grüne Birkenstadt.

Nach einem Großbrand 1888 musste die Stadt wieder neu aufgebaut werden. Das Feuer konnte sich damals so schnell ausbreiten, weil die Holzhäuser dicht an dicht standen. Erst eine Reihe Birken hatte den Brand gestoppt – ausgewachsene Birken trinken pro Tag bis zu 400 Liter Wasser, vieles davon sammelt sich in Ästen und Blättern. Beim Wiederaufbau beschloss man daher, viel Platz zwischen den Häuserblocks zu lassen und in jeder der breiten Straßen zwei Reihen Birken zu pflanzen. Seitdem nennt sich Umeå „Die Stadt der Birken“.

Um einen ersten Überblick zu bekommen, wurde uns gezeigt, wo sich die Universität befindet. Nicht weit entfernt davon lagen auch schon unsere Unterkünfte. Wie sich später herausstellte, nur 15 Minuten Fußweg entfernt.

Am Tag der Ankunft wurden noch die wichtigsten Dinge im naheliegenden Supermarkt eingekauft und der Koffer ausgepackt.

Am Mittwoch hatten wir Zeit die Kulturstadt Umeå kennenzulernen und ein paar Dinge zum Einrichten der Zimmer zu besorgen. Diese befanden sich auf einem Korridor in einem Studentenwohnheim und waren lediglich mit den nötigsten Dingen wie Bett, Schrank und Lampen ausgestattet. Um es gemütlicher zu haben, hielten wir Ausschau nach Teppich und anderen Dekorationen.

Die Stadt war zu Fuß in etwa einer dreiviertel Stunde zu erreichen. Um schneller dorthin zu gelangen, haben wir uns gleich in der nächsten Woche Fahrräder gekauft. Ersatzweise sind aber auch die Busverbindungen recht gut.

Schnell ist uns aufgefallen, dass man in Schweden alles mit Karte bezahlen kann. Selbst das Busticket wird so erworben.

Umeå ist eine kleine, schöne Stadt, durch die der Fluss Umeälven fliest. Alle sprechen perfektes Englisch und sind sehr offen gegenüber Ausländern.

Nachdem wir ein paar schöne Dinge eingekauft hatten, haben wir angefangen unsere Zimmer damit einzurichten. Man fühlte sich gleich viel wohler.

Am nächsten Tag ging es dann zur Universität. Hier wurden wir am Eingang abgeholt und anschließend herumgeführt. Uns wurden unsere Labore und Aufenthaltsräume gezeigt. Letztere sind sehr gemütlich eingerichtet und besitzen von mehreren Sofaecken über Mikrowellen bis hin zum Kaffeeautomaten alles was man benötigt, um seine Pausen zu genießen.

Nach der Rundführung durften wir schon teilweise selbstständig im Labor arbeiten.

Zurück im Studentenwohnheim konnten wir unsere ersten Eindrücke, auch Dank des guten Internetanschlusses im bereits wohnlicher gewordenen Zimmer, unseren Freunden und Familien mitteilen.

Wir sind bereit für einen spannenden, ereignis- und lehrreichen Aufenthalt in Schweden!

Jessie und Marlyn

Der „Education train“ ist ein Projekt zur Förderung von Internationalisierung

Der „Education train“ ist ein Projekt des GFT-Erasmus e.V. zur Förderung von Internationalisierung in Aus- und Weiterbildung im europäischen Raum. Der Verein hat sich „Lebenslanges Lernen“ auf die Fahne geschrieben und ist somit im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Südniedersachsen tätig. Ein Partner ist hier die BBS II Göttingen.

Das Projekt „Education train“ wird gemeinsam mit den Beruflichen Schulen Göttingen mit Fördergeldern aus dem Programm für lebenslanges Lernen früher „Leonardo da Vinci“ heute „Erasmus+“ durchgeführt. Die Schule ist stolz darauf, dass das Projekt von der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung anerkannt  wurde und damit die hohe Qualität des Fortbildungsangebotes unterstrichen wird.

Zahlreiche Ausbildungsfirmen und vor allen Dingen die Universitäten der Region unterstützen auch im Schuljahr 2014/2015 ihre Auszubildenden bei der Wahrnehmung dieses Angebotes. Die Auszubildenden waren begeistert und die Ausbildungsbetriebe profitierten von dem Kompetenzzuwachs ihrer Mitarbeiter. Neben der Steigerung der beruflichen und damit für Facharbeiter auch fremdsprachlichen Kompetenz bestätigen die Auszubildenden, sich selbstsicherer im Umgang mit neuen Situationen zu fühlen und ein besseres Verständnis für andere Menschen und Kulturen zu entwickeln.

„Die Leistungsbereitschaft der Azubis war sehr hoch und es herrschte durchweg eine sehr positive Grundstimmung“, loben die begleitenden Lehrkräfte der BBS II Göttingen die gesamte Teilnehmergruppe.

Das Zeugnis für ein Auslandspraktikum besteht aus einer Mappe und vier Seiten Text unterschrieben von allen Beteiligten.

Das Zeugnis für ein Auslandspraktikum besteht aus einer Mappe und vier Seiten Text unterschrieben von allen Beteiligten.