Sprachkenntnisse

– Englisch, Spanisch, etc.- Trau Dich!

Wer ist schon perfekt?Sprachen und Kommunikation-klein

Keiner ist perfekt? – in der Schule erlernen wir Englisch und oftmals eine zweite Fremdsprache. Wie gut wir sind hängt vom Interesse und Spaß an der Sprache ab. Das Erlernen einer Fremdsprache kann durch einen Auslandsaufenthalt beschleunigt werden, wenn Sie sich darauf einlassen. Daher sollten sie sich rechtzeitig für ein Land und einen Praktikumsort entscheiden. So können sie schon im Heimatland ihre Sprachkenntnisse aufpolieren oder zumindest Basiskenntnisse erwerben. Auch sind bei längeren Aufenthalten ein Sprachkurs im Gastland vor Beginn oder zumindest begleitend sehr hilfreich. Wir empfehlen daher während eines Auslandsaufenthalts nicht allein zu Leben oder mit anderen der gleichen Nationalität, da sie so die andere Sprache weniger verwenden. Für besonders gut halten wir Gastfamilien oder WGs. Hier können die Sprache erlebt und gelebt werden durch den typischen Sprachgebrauch in verschiedenen Situationen. Und bei jedem Gespräch werden neue Wörter und Ausdrucksweisen aufgeschnappt, die zu vielen kleinen Erfolgserlebnissen beitragen, Spaß machen und zum Weitersprechen ermutigen.

Schlechte Noten - den glauben an sich selbst verloren?

Wichtig sind Grundkenntnisse auf die man aufbauen kann. Wir helfen dabei und oftmals reichen die schulischen Kenntnisse vorerst  aus. Es geht nicht darum, fehlerfrei zu sprechen und alle Wörter zu kennen. Niemand wird das erwarten und niemand wird sie danach bewerten. Der Aufenthalt dient zur praktischen Anwendung der Sprache, nicht viele kommen in der Schulzeit in den Genuss die Sprache auch praktisch anzuwenden und weiter entwickeln zu können. Kommunikation und Verständigung laufen nicht immer über Sprache. Zur Kommunikation zählt auch die Körpersprache. Wichtig ist dabei das sie keine Angst haben und gerne viel reden und auf andere zugehen.  Vieles werden sie durch typische Arbeitsaufgaben aus ihrem Gewerbe oder Handwerk kennen. Bald wird es ihnen leicht fallen, die Fremdsprache zu sprechen und anzuwenden, obwohl sie glauben, sie nicht so gut zu können.  In vielen Fällen reicht Englisch auch als „Brückensprache“ aus. Es gibt aber auch einzelne Programme/Praktika, die Grundkenntnisse in anderen Sprachen voraussetzen. Es kommt auf die Tätigkeit und ihren Beruf an. Wenn Sie als Reisekaufmann oder in der Verwaltung arbeiten, mit Kunden telefonieren, wird natürlich erwartet, dass sie gute Sprachkenntnisse mitbringen. Auch wenn sie eine Weiterbildung im Ausland besuchen, sollten sie sich schon sicher in der Fremdsprache bewegen können. Tipp: Klären sie frühzeitig welche Sprachkenntnisse für ihrenen Auslandsaufenthalt vorausgesetzt werden. Auch muss die Landessprache nicht die Arbeitssprache sein. In den Skandinavischen Ländern haben wir es oftmals, dass die Arbeitssprache Englisch und die Landessprache Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch oder Isländisch ist. 

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Ist eine sprachliche Vorbereitung sinnig?

Natürlich ist eine Vorbereitung oder Auffrischung sinnig! Schon ein einwöchiger Intensivkurs z.B. bei einer Volkshochschule oder bei einem ausländischen Kulturinstitut kann viel bewirken. Sie finden dazu Informationen in den Tageszeitungen. Hier werden ständig Sprachkurse bei der Volkshochschule, Vereinen oder sogar Hochschule angeboten. Auch gibt es eine Datenbank von InfoWebWeiterbildung dort werden Sprachkurse, in ihrer Region angeboten und teilweise auch auf bestimmte Berufsfelder zugeschnitten. Es gibt übrigens viele kostenfreie Möglichkeiten, Sprachkenntnisse aufzufrischen. Filme und Bücher in Originalsprache sind in Bibliothek erhältlich. Im Internet gibt es eine große Auswahl an fremdsprachlichen eBooks und Hörbüchern zum kostenfreien Download. Oder Videos, die im Internet gesehen werden können. Auch gibt es kostenfreie Online-Sprachkurse, z.B. auf den Seiten der britischen BBC oder des französischen Kanals TV5Monde. Eine weitere Möglichkeit für das regelmäßige Lernen zwischendurch ist die Nutzung von Sprachlern-Apps. Tipp: Klebezettel mit Wörtern beschriften und diese auf die entsprechenden Gegenstände im Zimmer/Wohnung kleben, vereinfacht das Lernen und auffrischen von tagesgebräuchlichen Wörtern. Eine ähnliche Methode sind Vokabelhefte bzw. Notizbücher, in die auch ganze Sätze und Wörter geschrieben werden können, die wichtig sind. Im Internet gibt es zahlreiche Übersetzungs- oder auch Sprachlernportale. Es gibt auch typische Redewendungen oder Begriffe aus dem Beruf. Hilfreich ist eine Vokabelliste mit den wichtigsten Begriffen aus ihrem Berufsbereich.

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Sprachkurse im Ausland

Ein Sprachkurs im Ausland vor Beginn des Praktikums kann sehr hilfreich sein – ist aber kein „Muss“. Es gibt günstigere oder kostenfreie Lernmöglichkeiten zu Hause, wobei hier eine hohe Selbstdisziplin erforderlich ist, den inneren Schweinehund täglich zu besiegen. Natürlich lernt es sich dort leichter, wo die Sprache auch im Alltag gesprochen und die Kultur gelebt wird.  Wir halten einen Kurs im Gastland für lohnenswert, da dort kaum in der eigenen Landessprache erklärt werden kann. Sie müssen sich darauf einlassen und sich Mühe geben, dem Kurs folgen zu können. Sie können sich auch selbst um einen Kurs bemühen, indem sie etwas früher anreisen, kurz bevor das Praktikum beginnt. Es gibt aber auch qualitativ geprüfte Sprachreisen, die sie z. B. auf der Website des Fachverbands deutscher Sprachreiseveranstalter finden. Möglichkeiten gibt es viele. Sie müssen sich selbst entscheiden, was für sie das Beste ist. 

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Finanzierung von Sprachkursen

Ideal ist es natürlich, wenn ein Sprachkurs Teil des geförderten Auslandsaufenthalts ist. Denn mit den Kosten für die Unterkunft können Sprachkurse im Ausland teuer werden. Es lohnt sich, verschiedene Angebote und Unterbringungsarten (Gastfamilie, Wohnheim, Einzelunterbringung) zu vergleichen. Wir können dies leider nicht mehr in alle Länder gewährleisten, da die EU-Kommission ihre Förderbedingungen geändert haben und möchten, dass sie deren Online-Kurs nutzen, der leider nur ihre Sprachkenntnisse feststellt, d.h. wie weit und qualifiziert ihre Sprachkenntnisse sind. Dies ist auch gut, da sie so wissen, was sie bei der eigenen Spracheinschätzung im Europass-Lebenslauf angeben können. Zum Lernen reicht dieser Kurs leider nicht.

Daher können andere Fördermöglichkeiten für Sprachkurse interessant sein. Eine Möglichkeit ist z.B. dieSprachen-klein Sprachförderung der internationalen Jugendaustauschorganisationen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW). Sie können auch Zuschüsse aus dem Bundesprogramm Bildungsprämie für Sprachkurse beantragen.  Voraussetzung ist hier aber, dass sie mindestens 25 Jahre alt und erwerbstätig sind. Einige Bundesländer haben eigene Förderprogramme. Infos gibt es hierzu unter der „Fördersuche“ im InfoWebWeiterbildung. Für Auszubildende die ihre Berufsausbildung besonders erfolgreich abgeschlossen haben, gibt es ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung für Begabtenförderung.  Dieses Stipendium kann u.a. für Intensivsprachkurse verwendet werden. Förderprogrammme des Bundes und der Bundesländer kann man übrigens unter www.foerderdatenbank.de finden.