Sechs Wochen Abenteuer in Großbritannien

Am Sonntag den 10 Januar 2016 sollte es losgehen. Endlich war der große Tag gekommen.  Ich war schon total aufgeregt. Viel wussten wir ja nicht, was uns in Großbritannien erwarten wird. Ich wusste nur den Namen unserer Gastfamilie und von Peter, der mit mir im Vorfeld ab und an geschrieben hatte. Ich machte mich also an diesem Sonntag fertig und packte die letzten Sachen in den Koffer.

Um 15:15 gingen mein Freund und ich los zum Göttinger Bahnhof. Wir kauften uns etwas zu trinken und ich holte mein Bahnticket. Bald entdeckten wir Johanna und ihren Freund.

Um 16:15 fuhr unser Zug. Das verabschieden von meinem Freund fiel mir sehr schwer und ich war etwas traurig. Der Zug fuhr etwas später los und war sehr voll. Wir quetschten unsere Koffer durch die Gänge und suchten uns letztendlich einen Platz auf dem Boden im Fahrradabteil. Die Zeit verging wie im Fluge, weil wir uns angeregt unterhielten. – Hannover.

Zwischenstation – Bahnhof Hannover

In Hannover stiegen wir in die S-Bahn (S5) zum Flughafen um. Es war aufregend, weil es das erste Mal war, dass ich ohne meine Eltern fliegen würde. Wir mussten zum Terminal B und fanden uns auch bald schon zurecht. Am Schalter angekommen, bemerkten wir schnell, das wir viel zu früh waren und der Schalter erst in einer Stunde aufmachen wird. Also setzen wir uns auf eine Bank und warteten. Dann war es endlich soweit – der Schalter machte auf. Am Schalter ging alles sehr schnell und wir verabschiedeten uns von unseren Koffern, die auf dem Band verschwanden. Ohne Koffer ging es nun zur Pass- und Sicherheitskontrolle. Bei der Kontrolle hatten es alle sehr eilig und ich musste meine Sachen in eine Kiste legen. Bei Johanna ging alles sehr schnell nur mich kontrollierten sie sehr intensiv. Mein Gott, die Schuhe auch noch! – und dann fasst mich die Sicherheitsbeauftragte auch noch an die Hose. Etwas genervt von der Kontrolle versuchte ich meine Sachen wieder in die Tasche zu sortieren. Geschafft, wir sind im Innenbereich des Flughafen und hatten noch einiges an Zeit. Ich freute mich über den Raucherbereich und wurde etwas nervös wegen dem Flug, weil ich unter Flugangst leide.

Um 20:40 war es dann soweit und wir saßen in der Maschine. Unsere Sitzplätze waren wir weit vorne und wir konnten durch einen kleinen Spalt raussehen. Während des Fluges hatten wir ein paar Luftlöcher, das war nicht schön. Trotzdem erreichten wir nach anderthalb Stunden Birmingham.

Nachdem wir auch dort durch die Passkontrolle waren, holten wir unsere Koffer und gingen zum Ausgang. Peter winkte uns schon zu, worauf wir annahmen, das das Peter sein musste. Wir folgten ihm und er nahm uns mit zu seinem Auto. Wir waren erstaunt über das Lenkrad, da es für uns auf der falschen Seite war und stiegen ein. Ebenfalls auf der falschen Straßenseite fahrend, erreichten wir Worcester. Peter erzählte viel.  Um 23 Uhr, englischer Zeit, erreichten wir unsere Gastfamilie und stellten schnell fest, das die Familie sehr freundlich und nett war. Cheryl ist eine sehr warmherzige Frau mit einem 10-Jährigen sehr höflichen Sohn und ihrem Mann David, der unsere Koffer hochtrug.

Der erste Eindruck war super und noch besser wurde es, als ich mein Zimmer sah…

Mein Zimmer

Mein Zimmer

Ein sehr großes Zimmer mit einem Bett, wie für eine Prinzessin. Auch die Dekoration war sehr schön und verspielt.

Ich konnte es kaum glauben, sie hatten auch noch eine Katze, über die ich mich sehr freute. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, unterhielten wir uns noch mit David. Ich war zufrieden und konnte schon in der ersten Nacht sehr gut schlafen.

Ausflug in Worcester

Mit Peter waren wir am nächsten Tag um 11 Uhr verabredet. Er zeigte uns Worcester. Am Nachmittag stellte er uns unseren Praktikumsverlauf vor, der für mich in einer Bibliothek war. Es war zunächst enttäuschend für mich, da ich hoffte genau wie Johanna in eine Firma zu kommen. Aber bisher hatte Peter für mich noch nichts gefunden. Er wollte nochmal bei der Firma von Johanna nachhaken, die wollten aber keine zwei Praktikanten. Also werde ich in der ersten Woche erstmal bei Peter arbeiten.

Nora

 

Was muss ich tun und was kostet ein Praktikum?

Das sind die Kostenfaktoren, die auf mich zukommen, wenn ich mich für ein Auslandspraktikum entscheide:

Kostenfaktoren:

  • Reisekosten (z. B. An- und Abreise)
  • Lebenshaltungskosten im Ausland (z. B. für Unterkunft, Essen, Handy-Kosten oder Zahnpasta)
  • Gebühren für Sprachkurse (z. B. in Deutschland und vor Ort)
  • Vermittlungs- und Mitgliedsgebühren (z. B. für die Praktikumsstelle)
  • Versicherungskosten (z.B. für eine Kranken- und Unfallversicherung)
  • Medizinische Vorsorge (z. B. Impfungen)

Wichtig bei Vermittlungsgebühren – Was bekommt Ihr für das Geld in organisierten Programmen?

Solltest Du Dich dafür entscheiden, mit einer Organisation, ins Ausland zu gehen, kann es sein, dass der Programmanbieter Gebühren erhebt. Das ist in Ordnung, wenn klar ist, welche Gebühren für welche Leistungen zu Bezahlen sind. So können zum Beispiel Gebühren anfallen für:

  • Verträge die vorbereitet und geschrieben werden müssen
  • Formulare
  • interkulturelle Trainings- und Vorbereitungskurse
  • Gastfamilien im Ausland
  • Vermittlungsgebühren
  • Mitgliedsbeiträge
Die Gebühren können je nach Programmanbieter variieren. Da der GFT-Erasmus e.V. ein gemeinnütziger Verein ist, so halten sich die Gebühren im Rahmen, teilweise können Sie auch im Mitgliedsbeitrag enthalten sein. Was ist genau in den Gebühren enthalten?
  • Wird Dir ein Praktikumsplatz vermittelt?
  • Werden Dir Versicherungen empfohlen oder kannst Du Gruppenversicherungen in Anspruch nehmen?
  • Gibt es einen vorbereitenden Sprachkurs, eine Informationsveranstaltung, ein Vorbereitendes und Nachbereitungstreffen?
  • Hast Du einen Ansprechpartner im Ausland?
Häufig fallen Gebühren bei den Projektpartnern des GFT-Erasmus e.V. an. So ist der Aufenthalt in Großbritannien und Irland ein Rundum-Sorglos-Paket, das dann leider auch etwas kostet. Wenn ich mich selbst einbringe und mich um viele Dinge selber kümmere fallen kaum Gebühren an und ich bekomme eine gute finanzielle Unterstützung vom Verein. Das Sgechöne am GFT-Erasmus e.V. ist auch, dass er bei der Finanzierung hilft und den Eigenanteil auch in Raten abzahlen lässt, wenn denn ein Eigenanteil anfällt.
Tipp

Ich kann Dir nur empfehlen die Programme verschiedener Anbieter nach Kosten und Qualität zu vergleichen. Prüfe auch, ob es Rücktrittsklauseln gibt, etwa wenn Du krank wirst. Allerdings haben die Programmanbieter nicht auf alle Gebühren Einfluss wie z.B. bei Absagen in Großbritannien, dort werden Ausfallkosten fällig oder einige ausländischen Verwaltungen verlangen für die Ausstellungen eines Visums Gebühren.

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Mir hat sehr die Checkliste des GFT-Erasmus e.V. geholfen. Auch solltest Du Deinen Aufenthalt Schritt für Schritt planen.

So kannst Du Deinen Aufenthalt planen:

Schritt 1: Was kostet dein Auslandsaufenthalt?

Hast Du rechtzeitig mit der Planung begonnen? Dann fällt es Dir leichter Deine An- und Abreise zu organisieren – fährst Du mit dem Bus, Zug oder dem Flugzeug? Wirst Du in einer Gastfamilie, einer WG, einer Pension oder im Studentenwohnheim wohnen? Brauchst Du ein Visum und was kostet es? Musst Du Dich selbst verpflegen, kocht Ihr gemeinsam oder kannst Du in der Kantine essen? Du solltest Dir eine genaue Auflistung aller Kosten machen, die auf Dich zu kommen könnten. Denk daran auch zu Hause musst Du Leben und wohnen – vielleicht auch Dein Zimmer oder Wohnung weiter zahlen…

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Schritt 2: Welche finanzielle Unterstützung könnte Dir helfen?

Stipendium: Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung etwa für Azubis oder junge Berufstätige und dient meistens dazu, Aus- und Weiterbildung zu fördern. Dazu zählt unter anderem das Förderprogramms Erasmus+ der Europäischen Union (EU). Du kannst während oder direkt nach Deiner Ausbildung ins europäische Ausland und erhältst ein Stipendium. Ein Stipendium ist nicht immer gleich eine Überweisung von Geld auf dein Konto. Die finanzielle Unterstützung deckt meistens die laufenden Kosten deines Auslandsaufenthaltes ab, zum Beispiel deine Übernachtungskosten und deine Verpflegung. Manche enthalten sogar ein kleines Taschengeld. Es gibt aber auch Programme, die nicht alle Ausgaben übernehmen, sondern nur Zuschüsse für bestimmte Kosten, zum Beispiel für Deine An- und Abreise übernehmen. Egal, ob du einen Zuschuss oder ein volles Stipendium erhältst – Freizeitspaß wie Kino, Ausgehen oder Ausflüge musst Du fast immer selbst finanzieren. Arbeitslohn für dein Praktikum: Nicht immer ist aber ein Stipendium nötig: In manchen Ländern außerhalb Europas, zum Beispiel in Kanada, erhältst Du einen Praktikantenlohn, der ausreicht, um deine Lebenshaltungskosten zu decken. Er richtet sich nach dem Mindestlohn in diesen Ländern. Ausbildungsvergütung als Azubi: Wenn Du als Azubi einen Teil Deiner Ausbildung im Ausland machst, wird das als Teil Deiner Berufsausbildung anerkannt. Deshalb erhältst Du während deines Auslandsaufenthaltes weiterhin Deine Ausbildungsvergütung.

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Schritt 3: Wie kannst du dich vor ungeplanten oder zu hohen Kosten schützen?

Einige Monate vor der Abreise solltest Du alle Versicherungsfragen geklärt haben, damit Du im Ausland nicht von unnötigen Kosten überrascht wirst, zum Beispiel, wenn Du krank wirst oder einen Unfall hast. Versicherungen, die für Praktikum und Freizeit im Ausland gelten, schützen vor diesen finanziellen Risiken. Achte bei der Arbeit und in der Freizeit auf deine persönliche Sicherheit. Natürlich solltest Du auch über die Einreisebestimmungen und die Gesetze in Deinem Gastland informiert sein, um Bußgelder und Strafen zu vermeiden. Zum Beispiel ist es verboten Obst bei der Einreise in die USA oder Australien dabei zu haben. Was in Deutschland normal ist, ist z.B. in anderen Ländern verboten. In den USA darfst Du nicht auf offener Straße Alkohol trinken.

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Der GFT-Erasmus e.V. berät Dich auch in allen Schritten, i.d.R. geht er Punkt für Punkt mit Dir durch, so dass Du ohne Probleme ins Ausland reisen kannst. Auch ist er immer für Dich erreichbar, wenn Du Fragen oder Kummer hast. Mir hat er sehr geholfen…

Ich möchte mich auf diese Weise nochmal für meine tollen Erfahrungen und mein Praktikum bedanken!

Jessie

 

Die Rückkehr der Norweger

Zuerst mal mein Fazit zu dem kompletten Aufenthalt in Norwegen.

Ich habe diese sechs Wochen sehr genossen und werde auch alles sehr vermissen! Ich habe in dieser Zeit viele tolle Leute kennengelernt, neue Arbeitsmethoden erlernt und gemerkt wie es ist alleine zu leben. Unsere norwegischen Betreuer waren sehr nett und haben sich super um uns gekümmert, sei es bei Problemen mit dem Essen, der Langeweile oder bei privaten Angelegenheiten, ich werde sie echt vermissen. Auch wenn ich mich auf Deutschland freue, wollte ich nicht wirklich aus Norwegen weg, da ich es wirklich sehr toll fand, auch wenn es manchmal -15 Grad waren.
Nun denn, jetzt bin ich erst mal wieder in Deutschland und gewöhne mich an den Alltag, doch schon im Sommer habe ich vor zurückzukommen.

Jetzt zu den Norwegern.

Noch in unserer ersten Woche zurück in Deutschland, kamen drei unsere norwegischen Lehrer nach Deutschland, es gab vieles für die Zukunft zu besprechen, da wir in diesem Projekt die Testkandidaten waren. Wir als Schüler bekamen von dem ganzen Trubel aber nicht sehr viel mit. Doch auch wir verbrachten mit den Norwegern ein wenig Zeit. Am Abend ihrer Ankunft, gingen wir zusammen mit ein paar unserer Deutschen Lehrer und den norwegischen Gästen ins Kartoffelhaus in Göttingen essen. Es war ein sehr lustiger und angenehmer Abend, bei dem wir über die Zeit in Norwegen redeten, ihnen ein paar Deutsche Wörter beibrachten und uns auch mit unseren eigenen Lehrern über die Zeit unterhielten.

Am nächsten Tag kamen die Norweger nochmal zu uns in die Schule und wir konnten ihnen unser „Revier“ zeigen. Im Unterricht zeigten wir ihnen, wie wir arbeiten und unser Schulalltag so aussieht. Es war schade, dass wir sie nicht so lange gesehen haben, aber es war trotzdem sehr toll sie nochmal wieder zu sehen und uns von ihnen zu verabschieden.

Hiermit endet für mich auch das Abenteuer Norwegen. Es war eine sehr tolle Zeit und ich hoffe die nächsten Reisenden sehen es genauso.

Jan Schneider